Die DEL-Arenen und Stadien sind mehr als Spielstätten — sie sind die Heimat des deutschen Eishockeys. 14 Arenen, 14 Geschichten: von der intimen Atmosphäre einer 4.500-Zuschauer-Halle in Schwenningen bis zur imposanten Lanxess Arena in Köln mit über 18.000 Plätzen. Jede Arena hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Akustik und ihre eigene Geschichte.
Die Bandbreite der DEL-Spielstätten spiegelt die Vielfalt der Liga wider. Hier stehen Multifunktionsarenen neben reinen Eishockey-Hallen, hochmoderne Neubauten neben Gebäuden, die seit Jahrzehnten den Kern ihrer Städte bilden. Was sie alle gemeinsam haben: Wenn der Puck fällt, verwandeln sie sich in Kathedralen des Lärms, in denen die Leidenschaft für den Sport physisch spürbar wird.
In diesem Überblick porträtieren wir alle 14 DEL-Arenen, schauen uns den neuesten Zugang — den SAP Garden in München — im Detail an und ordnen ein, wie die Spielstätten die Zuschauerzahlen der Liga beeinflussen. Denn die Arena ist im Eishockey mehr als nur ein Gebäude — sie ist der Ort, an dem Tradition, Gemeinschaft und Sport zusammenkommen. Und in der DEL-Saison 2025/26 bieten diese 14 Orte zusammen Platz für mehr Begeisterung als je zuvor.
Alle 14 DEL-Arenen: Von der Lanxess Arena bis Schwenningen
Die größte Arena der PENNY DEL ist die Lanxess Arena in Köln mit einer Eishockey-Kapazität von rund 18.600 Plätzen. Sie ist die Heimat der Kölner Haie und bietet eine Atmosphäre, die in der Liga ihresgleichen sucht. Die Haie füllen ihre Arena regelmäßig mit über 16.900 Zuschauern im Schnitt — ein Wert, der die Lanxess Arena zu einem der lautesten Orte im europäischen Eishockey macht.
Die Mercedes-Benz Arena in Berlin, Heimstätte der Eisbären, bietet rund 14.200 Eishockey-Plätze und ist eine Multifunktionsarena, die neben Eishockey auch Konzerte, Basketball und andere Großveranstaltungen beherbergt. Die Eisbären bringen dort regelmäßig über 13.700 Zuschauer zusammen — beeindruckend für einen Standort, der im Fußball-dominierten Berlin um Aufmerksamkeit kämpfen muss.
Die SAP Arena in Mannheim fasst rund 13.600 Zuschauer für Eishockey und ist die Festung der Adler Mannheim. Wer einmal ein ausverkauftes Adler-Spiel in der SAP Arena erlebt hat, vergisst den Lärm nicht — die Arena ist so konzipiert, dass der Schall auf das Eis zurückgeworfen wird, was die Atmosphäre für Spieler und Fans gleichermaßen intensiviert. Mit einem Schnitt von über 11.150 gehören die Adler zu den bestbesuchten Clubs der Liga.
Weitere große Arenen sind die Arena Nürnberger Versicherung mit rund 8.300 Plätzen, die Yayla Arena in Augsburg mit etwa 6.100, die eis.de Arena in Iserlohn mit rund 4.900 und die Helios Arena in Schwenningen als kleinste DEL-Spielstätte mit circa 4.500 Zuschauern. Dazwischen reihen sich die Spielstätten von Bremerhaven, Wolfsburg, Straubing, Düsseldorf, Ingolstadt und Frankfurt ein — jede mit eigener Kapazität und eigenem Charakter. Die Stedinger Straße in Bremerhaven etwa bietet eine kompakte Atmosphäre, die für Gegner unangenehm ist, während die Arena in Wolfsburg modernere Infrastruktur, aber weniger Eishockey-Tradition mitbringt.
Besonders erwähnenswert ist der Kontrast zwischen den Spielstätten. In Schwenningen sitzen die Fans so nah am Eis, dass sie die Schläger klirren hören. In Köln verliert sich kein Geräusch — die Lanxess Arena ist so konstruiert, dass 18.000 Menschen einen Klangteppich erzeugen, der über das Fernsehen transportierbar ist. Diese Vielfalt ist kein Nachteil, sondern ein Charakteristikum der DEL: Sie bietet intime Club-Erlebnisse und Arena-Spektakel in derselben Liga.
Der SAP Garden in München ist der jüngste Zugang und verdient besondere Erwähnung. Die Arena wurde im September 2024 eröffnet, bietet 10.796 Plätze für Eishockey und hat rund 150 Millionen Euro gekostet. Der Neubau, finanziert von Red Bull und entworfen vom dänischen Architekturbüro 3XN, setzt neue Maßstäbe in Sachen Architektur und Zuschauererlebnis. Damit hat der EHC Red Bull München endlich eine Heimstätte, die dem Anspruch des Clubs gerecht wird.
Die Kapazitätsunterschiede zwischen den Arenen haben direkte Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen der Liga. Clubs mit größeren Hallen können naturgemäß mehr Fans unterbringen, was sich im Gesamtdurchschnitt niederschlägt. Gleichzeitig ist die Auslastungsquote ein ehrlicherer Maßstab für die Attraktivität eines Clubs: Eine Arena mit 5.000 Plätzen, die regelmäßig ausverkauft ist, zeigt mehr Nachfrage als eine 15.000er-Halle, die zur Hälfte leer bleibt. In der DEL liegt die Auslastung bei den meisten Clubs deutlich über 80 Prozent — ein Zeichen dafür, dass die Liga ihre Arenen effizient nutzt.
SAP Garden München: Der modernste Eishockey-Tempel Deutschlands
Der SAP Garden verdient ein eigenes Kapitel, weil er nicht nur eine neue Arena ist, sondern ein Paradigmenwechsel für das deutsche Eishockey. Bisher spielte der EHC Red Bull München im Olympia-Eisstadion — einer Halle aus den 1960er Jahren, die trotz ihres Charmes den Anforderungen einer modernen DEL-Mannschaft nicht mehr gerecht wurde. Der SAP Garden ändert das grundlegend.
Die Architektur des Gebäudes ist außergewöhnlich. Das dänische Büro 3XN hat eine Arena entworfen, die sich in den Olympiapark einfügt und gleichzeitig als eigenständiges architektonisches Statement funktioniert. Die geschwungene Dachkonstruktion, die großzügigen Foyerbereiche und die moderne Gastro-Infrastruktur heben den SAP Garden von den meisten deutschen Eishockey-Arenen ab. Hier geht es nicht nur um Sport, sondern um ein Gesamterlebnis.
Für die Zuschauer bedeutet der SAP Garden bessere Sichtlinien, komfortablere Sitze und ein Lautstärkeerlebnis, das speziell für Eishockey optimiert wurde. Die Akustik der Arena wurde so geplant, dass der Lärm der Fans auf dem Eis ankommt — ein Detail, das in Multifunktionshallen oft verloren geht. Führende Clubs wie die Kölner Haie mit einem Zuschauerschnitt von über 16.900 zeigen, was möglich ist, wenn Arena und Fankultur zusammenpassen. Der SAP Garden soll München auf dieses Niveau heben — und die ersten Monate seit der Eröffnung deuten darauf hin, dass dieses Ziel erreichbar ist. Die Auslastung liegt konstant über 90 Prozent, und die Nachfrage nach Dauerkarten übersteigt das Angebot.
Die wirtschaftliche Dimension des Projekts ist beachtlich. 150 Millionen Euro Baukosten, finanziert größtenteils von Red Bull, machen den SAP Garden zur teuersten Eishockey-Arena, die je in Deutschland gebaut wurde. Die Investition ist eine Wette auf die Zukunft des Eishockeys in München — und auf die Zukunft des deutschen Eishockeys insgesamt. Wenn ein Investor dieses Kalibers bereit ist, eine solche Summe in eine Eishockey-Spielstätte zu stecken, sendet das ein Signal an die gesamte Liga.
14 Arenen, 14 Geschichten — und jede davon trägt dazu bei, dass die DEL die Liga ist, die sie heute ist. Der SAP Garden ist das neueste Kapitel, aber sicher nicht das letzte. Mit der Heim-WM 2027 in Düsseldorf und Mannheim stehen weitere Arenen im Rampenlicht, und die Investitionen in die Infrastruktur des deutschen Eishockeys werden weitergehen. Denn die Zahlen beweisen, was die Fans längst wissen: Die Arenen sind voll — und sie werden voller.
