Hockey Heute

Champions Hockey League: Modus, DEL-Teams und Ergebnisse der CHL

Sportvorhersagen

Ladevorgang...

Ladevorgang...

Die Champions Hockey League ist der europäische Vereinswettbewerb im Eishockey — das Äquivalent zur Champions League im Fußball, auch wenn der Bekanntheitsgrad noch nicht vergleichbar ist. CHL — wenn die besten Clubs Europas aufeinandertreffen: In diesem Wettbewerb messen sich die Top-Teams aus DEL, SHL, National League, Liiga, ICEHL und weiteren Ligen, um den besten Vereinsclub des Kontinents zu ermitteln.

Für deutsche Eishockey-Fans bietet die CHL die seltene Gelegenheit, ihre DEL-Teams gegen internationale Konkurrenz zu sehen — ohne auf eine WM oder Olympia warten zu müssen. Die Qualität der Gegner ist hoch, die Atmosphäre in den Auswärtsarenen fremd und aufregend, und die sportliche Herausforderung bringt die DEL-Clubs an ihre Grenzen. Die CHL ist ein Prüfstein, der zeigt, wo das deutsche Clubeishockey im europäischen Vergleich steht.

Auf dieser Seite erfährst du, wie die CHL funktioniert, welche DEL-Teams teilnehmen und wie sich deutsche Clubs in der Geschichte des Wettbewerbs geschlagen haben. Denn die CHL ist mehr als eine Nebenveranstaltung — sie ist das Fenster, durch das die DEL nach Europa schaut, und der Maßstab, an dem sich die Qualität des deutschen Clubeishockeys messen lassen muss.

Modus und Teilnehmer: So funktioniert die Champions Hockey League

Die CHL umfasst in der aktuellen Saison 32 Teams aus den stärksten europäischen Ligen. Die Teilnehmer qualifizieren sich über ihre Platzierung in der jeweiligen nationalen Liga — in der Regel die Top-Teams der Vorsaison. Aus der DEL nehmen typischerweise zwei bis drei Clubs teil, abhängig vom Koeffizienten der Liga im europäischen Vergleich.

Der Wettbewerb beginnt im September mit einer Gruppenphase, in der die 32 Teams in acht Gruppen à vier Mannschaften aufgeteilt werden. Jedes Team spielt sechs Gruppenspiele — drei zu Hause, drei auswärts. Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die K.o.-Runde, die im Hin- und Rückspiel-Modus ausgetragen wird: Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und ein Finale, das ebenfalls über zwei Spiele entschieden wird.

Die zeitliche Einordnung der CHL in den Saisonkalender ist eine Herausforderung. Die Gruppenspiele finden parallel zum normalen Ligabetrieb statt, was für die teilnehmenden DEL-Clubs eine Doppelbelastung bedeutet. Dienstags oder mittwochs CHL, freitags und sonntags DEL — dieser Rhythmus fordert die Kadertiefe und die Regenerationsfähigkeit der Mannschaften. Clubs mit schmalem Kader kämpfen in dieser Phase oft mit Leistungseinbrüchen in der Liga, während finanzstarke Teams die Belastung besser kompensieren können.

MagentaSport überträgt die CHL-Spiele deutscher Teams live — ein Service, der im Rahmen des umfassenden Eishockey-Pakets mit über 530 Live-Spielen pro Saison enthalten ist. Für DEL-Fans, die ihr Team auch im europäischen Wettbewerb verfolgen wollen, ist kein zusätzliches Abo nötig. Die Übertragungen bieten zudem die Möglichkeit, die Stärke der internationalen Gegner einzuschätzen — eine Perspektive, die im reinen DEL-Betrieb fehlt.

Die Favoritenrolle in der CHL liegt traditionell bei den skandinavischen und Schweizer Clubs. Teams aus der schwedischen SHL und der finnischen Liiga haben die meisten Titel gewonnen, gefolgt von Schweizer Vertretern. Frölunda HC aus Göteborg hat sich mit mehreren Titelgewinnen als das dominierende Team der CHL-Geschichte etabliert. Die DEL-Clubs stehen in der Hierarchie eine Stufe darunter, was die CHL zu einem Wettbewerb macht, in dem deutsche Teams regelmäßig an ihre Grenzen stoßen — und gelegentlich über sich hinauswachsen. Genau das macht den Reiz aus: Die CHL zeigt, was fehlt und was möglich ist.

Das Preisgeld der CHL ist im Vergleich zu Fußball-Wettbewerben bescheiden, aber für Eishockey-Clubs durchaus relevant. Die Einnahmen aus TV-Rechten, Zuschauererlösen und Prämien finanzieren die Teilnahme nicht vollständig, aber sie tragen dazu bei, dass die CHL für die Clubs wirtschaftlich tragbar ist. Der eigentliche Wert liegt allerdings weniger im Geld als in der internationalen Sichtbarkeit und der sportlichen Weiterentwicklung.

Deutsche Clubs in der CHL: Von München nach Europa

Die Geschichte deutscher Clubs in der Champions Hockey League hat einige bemerkenswerte Kapitel. Der EHC Red Bull München erreichte in der Saison 2018/19 das Halbfinale — der bisher größte Erfolg eines DEL-Teams in der CHL. München profitierte damals von einem tiefen Kader, der die Doppelbelastung aus Liga und Europa bewältigen konnte, und von einem Spielsystem, das auch gegen international erfahrene Gegner funktionierte.

Die Adler Mannheim gehören zu den regelmäßigen CHL-Teilnehmern aus der DEL und haben sich mehrfach für die K.o.-Runde qualifiziert. Mannheims internationales Profil, die Erfahrung mit Import-Spielern und die Atmosphäre in der SAP Arena machen die Adler zu einem unbequemen Gegner für jeden europäischen Club. Die Siege gegen Top-Teams aus der SHL oder der National League sind die Momente, in denen die DEL zeigt, dass sie im europäischen Vergleich konkurrenzfähig ist.

Die Eisbären Berlin haben ebenfalls CHL-Erfahrung gesammelt und dabei unterschiedliche Ergebnisse erzielt — von frühen Ausscheiden in der Gruppenphase bis zu respektablen Auftritten in der K.o.-Runde. Für den deutschen Meister ist die CHL die logische Erweiterung des nationalen Erfolgs und die Chance, sich auf europäischer Bühne zu beweisen. Andere DEL-Clubs wie die Fischtown Pinguins Bremerhaven oder die Grizzlys Wolfsburg haben in den vergangenen Jahren ebenfalls CHL-Erfahrung gesammelt und dabei die Herausforderung des internationalen Wettbewerbs hautnah erlebt — Niederlagen inklusive, aber auch Momente, die im reinen Ligabetrieb nicht vorkommen.

Was die CHL-Auftritte deutscher Clubs zeigen, ist ein Muster: Die DEL ist sportlich nah an der europäischen Spitze, aber nicht ganz auf Augenhöhe. Die Lücke zu den besten schwedischen und Schweizer Clubs ist spürbar, aber sie wird kleiner. Mit der steigenden Qualität der DEL, den wachsenden Zuschauerzahlen und den höheren Budgets der Top-Clubs ist es realistisch, dass ein deutsches Team in den kommenden Jahren das CHL-Finale erreicht — und vielleicht gewinnt.

Die digitale Reichweite der DEL — rund 3 Millionen Social-Media-Follower bei Liga und Clubs zusammen — profitiert von der CHL-Teilnahme. Internationale Spiele generieren Aufmerksamkeit über den deutschen Markt hinaus und positionieren die DEL-Marken in einem europäischen Kontext. Für Clubs, die langfristig wachsen wollen, ist die CHL damit nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein strategischer Baustein.

CHL — wenn die besten Clubs Europas aufeinandertreffen. Für die DEL-Teams ist jede Saison in der Champions Hockey League eine Lernkurve, ein Abenteuer und eine Chance. Die Ergebnisse mögen nicht immer den eigenen Ansprüchen genügen, aber die Erfahrung, die Spieler und Clubs aus dem internationalen Wettbewerb mitnehmen, ist unbezahlbar — und sie kommt letztlich auch der DEL zugute.