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DEL Playoffs 2026: Format, Termine und teilnehmende Teams

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Die Eishockey Playoffs 2026 in der PENNY DEL stehen vor der Tür, und mit ihnen die intensivste Phase der deutschen Eishockey-Saison. Was in der Hauptrunde über 52 Spieltage aufgebaut wurde, findet jetzt seine Bewährungsprobe: Playoff-Fieber in der DEL — das bedeutet Best-of-Seven-Serien, ausverkaufte Hallen und Spiele, in denen ein einziger Fehler über Weiterkommen oder Saisonende entscheidet.

Das DEL-Playoff-Format hat sich seit der Einführung des Best-of-Seven-Modus ab der Saison 2024/25 verändert und bietet den Fans nun längere, dramatischere Serien. Die Pre-Playoffs als Vorrunde, die Viertelfinals, Halbfinals und das Finale — jede Runde ist ein eigener Kraftakt, der über Wochen geht. Die Eisbären Berlin verteidigen den Titel, doch die Herausforderer stehen Schlange.

In dieser Übersicht findest du alles zum DEL-Playoff-Format 2026: Wie der Modus funktioniert, wann die Termine liegen und welche Teams die besten Aussichten haben. Denn die Playoffs sind der Grund, warum die Hauptrunde überhaupt gespielt wird — und sie beginnen genau jetzt.

Was die bevorstehenden Playoffs besonders macht: Sie finden in einer Liga statt, die gerade ihren Zuschauerrekord gebrochen hat. Über 2,8 Millionen Besucher in der Hauptrunde 2024/25 belegen, dass das Interesse am deutschen Eishockey auf einem historischen Hoch ist. Die Playoffs werden diese Dynamik noch verstärken — denn nichts füllt Arenen zuverlässiger als K.o.-Spiele.

Für Neueinsteiger, die zum ersten Mal DEL-Playoffs verfolgen, gilt: Vergesst alles, was ihr aus der Hauptrunde kennt. Die Playoffs sind ein anderer Sport. Die Checks sind härter, die Schiedsrichter lassen mehr laufen, und die Torhüter werden zu den wichtigsten Spielern auf dem Eis. Teams, die in der regulären Saison offensiv brillierten, scheitern an Goalies, die sich in Playoff-Form spielen. Teams, die als Außenseiter antraten, gewinnen Serien mit Disziplin und Willen. Das ist die Magie der DEL-Playoffs.

Pre-Playoffs, Viertelfinale, Finale: Der DEL-Playoff-Modus im Detail

Das DEL-Playoff-System 2026 gliedert sich in mehrere Phasen. Den Anfang machen die Pre-Playoffs, in denen die Teams auf den Hauptrunden-Plätzen 7 bis 10 um die letzten vier Viertelfinal-Tickets kämpfen. Diese Vorrunde wird im Best-of-Three-Modus ausgetragen — kurz, intensiv und gnadenlos. Wer hier verliert, hat keine zweite Chance.

Die Paarungen der Pre-Playoffs ergeben sich aus der Abschlusstabelle: Platz 7 gegen Platz 10, Platz 8 gegen Platz 9. Heimrecht hat das jeweils besser platzierte Team, das in einem möglichen dritten Spiel zu Hause antritt. Diese Konstellation belohnt die bessere Hauptrunden-Leistung — ein Anreiz, der dafür sorgt, dass auch im Mittelfeld der Tabelle bis zum letzten Spieltag um Positionen gekämpft wird.

Die Teams auf den Plätzen 1 bis 6 qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale und überspringen die Pre-Playoffs. Das ist ein erheblicher Vorteil: Während die Pre-Playoff-Teams schon im Wettkampfmodus sind und Kraft investieren, können sich die Top-6 regenerieren, Verletzte zurückholen und ihr System feintunen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Pre-Playoff-Gewinner mit Schwung in die nächste Runde kommen — der Rhythmus-Vorteil ist nicht zu unterschätzen.

Ab dem Viertelfinale wird im Best-of-Seven-Format gespielt. Dieser Modus, seit der Saison 2024/25 in der DEL etabliert, verlängert die Serien und erhöht die sportliche Aussagekraft. Vier Siege sind nötig, um eine Runde zu überstehen — das macht Ausrutscher verzeihbar, bestraft aber systematische Schwächen. Im Best-of-Seven setzt sich in der Regel das bessere Team durch, nicht das glücklichere.

Die Viertelfinal-Paarungen werden nach dem Reseeding-Prinzip erstellt: Der Erstplatzierte trifft auf den am niedrigsten eingestuften Pre-Playoff-Sieger, der Zweitplatzierte auf den nächsten, und so weiter. Dieses System belohnt die Tabellenspitze mit theoretisch leichteren Gegnern — theoretisch, denn in den Playoffs gelten andere Gesetze als in der Hauptrunde.

Halbfinale und Finale folgen demselben Best-of-Seven-Schema. Die gesamte Playoff-Phase erstreckt sich über mehrere Wochen, typischerweise von Mitte März bis Anfang Mai. Die Termine werden von der PENNY DEL nach Abschluss der Hauptrunde festgelegt, wobei die Spieltage meist auf Dienstag, Freitag und Sonntag fallen — ein Rhythmus, der sowohl den Spielern Regenerationszeit gibt als auch den Fans regelmäßige Spieltermine garantiert.

Die Titelverteidigung der Eisbären Berlin gibt den Playoffs 2026 einen besonderen Rahmen. Die Berliner haben in den vergangenen Jahren eine Playoff-Dominanz aufgebaut, die in der DEL ihresgleichen sucht. Ob sie diese Rolle auch 2026 ausfüllen können, hängt von der Form zum richtigen Zeitpunkt ab — und genau das macht die Playoffs so unberechenbar. Hinzu kommt der Druck der Erwartung: Ein Titelverteidiger wird in der DEL von der ersten Playoff-Partie an besonders genau beobachtet, jede Schwächephase wird sofort zum Narrativ. Berlin muss damit umgehen können — und hat das in der Vergangenheit meistens geschafft.

Playoff-Favoriten 2026: Wer hat die besten Chancen auf den Titel?

Die Favoritenrolle in den DEL-Playoffs ist eine zweischneidige Sache. Auf dem Papier sind die Teams mit der stärksten Hauptrunde die logischen Kandidaten — in der Praxis haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass die Playoffs ihre eigenen Helden hervorbringen. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Tabelle, die Formkurve und die Kadertiefe der Anwärter.

Die Eisbären Berlin gehen als Titelverteidiger ins Rennen und verfügen über die Erfahrung, die in einer Best-of-Seven-Serie unbezahlbar ist. Der Kader ist tief, die Defensive stabil, das Goalie-Duo gehört zu den besten der Liga. Berlins Schwäche in den vergangenen Jahren war paradoxerweise die Hauptrunde selbst — das Team startet oft langsam und dreht erst in den Playoffs richtig auf. Sollte das auch 2026 der Fall sein, wäre es fahrlässig, die Eisbären abzuschreiben.

Die Adler Mannheim gehören traditionell zu den Titelfavoriten, verfügen über einen der teuersten Kader der Liga und die Rückendeckung einer der leidenschaftlichsten Fanbases im deutschen Eishockey. Die SAP Arena als Festung, kombiniert mit erfahrenen Importspielern und deutschen Nationalspielern, macht Mannheim in jeder Serie gefährlich. Die Frage ist, ob das Team die Konstanz über vier bis sieben Spiele aufrechterhalten kann.

Die Kölner Haie sind der Zuschauer-Primus der DEL — mit durchschnittlich über 16.000 Fans pro Heimspiel in der Lanxess Arena schaffen sie eine Atmosphäre, die für Gegner zur Belastung wird. Im Playoff-Kontext kann dieses Heimeis-Advantage den Unterschied machen. Köln hat die Leidenschaft, die es braucht; die Frage ist, ob die spielerische Qualität mit den Top-Teams mithalten kann.

Daneben mischen Teams wie der EHC Red Bull München, die Fischtown Pinguins Bremerhaven und die Grizzlys Wolfsburg regelmäßig in der oberen Tabellenhälfte mit. München hat mit dem SAP Garden eine neue Heimstätte, die der Mannschaft Auftrieb geben könnte. Bremerhaven hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass auch ein kleinerer Standort Großes erreichen kann. Und Wolfsburg überrascht immer dann, wenn man sie am wenigsten auf dem Zettel hat.

Das DEL Winter Game 2025 mit 45.110 Zuschauern im Deutsche Bank Park hat gezeigt, welche Dimensionen deutsches Eishockey erreichen kann, wenn die Bühne stimmt. Die Playoffs sind die nächste Bühne — kleiner im Maßstab, aber nicht weniger dramatisch. Playoff-Fieber in der DEL bedeutet, dass jedes Tor, jeder Check und jede Schiedsrichterentscheidung unter dem Brennglas steht. Für die Fans ist das die beste Zeit der Saison. Für die Teams beginnt jetzt die Arbeit, die den ganzen Sommer nachhallen wird.